Hans Joachim Badzong beschreibt sein Haiti-Engagement nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010. Hieraus wurde mit Unterstützung von Freundinnen und Freunden eine kleine engagierte Soforthilfegruppe. Nachdem die Erste Hilfe beendet ist, bleibt sein ganz persönliches Engagement für eine haitianische Wohngemeinschaft in Las Terrenas
Samstag, 14. Mai 2022
14 Jahre auf der Insel unter Palmen am Meer
Dienstag, 12. April 2022
Der Kampf gegen die Cholera
Mitarbeiter der Hilfsgruppe
Die Haiti Cherie Hilfsgruppe für La Saline hatte 3 Mitglieder und eine örtliche Unterstützergruppe von etwa 8 Mitgliedern:
.1 Rita Hirt sorgt für die guten Kontakte in der Schweiz
.2 Hans Joachim Badzong, Gruppenleiter, organisiert die Hilfsfahrten nach Hait
.3 Reymonde Jeanbaptiste sorgt für die Kontakte in Haiti.
Örtliche Unterstützergruppe:
.1 Jodny Jeanbaptiste, mein Stellvertreter vor Ort, Organisator und Allrounder
.2 und 3 Theana und Adrien Jeanbaptiste, die Leiter der Suppenküche an der Plaza Jérémie
.4 Samson Joseph, Pastor der zerstörten Baptistenkirche in La Saline, Leiter des Kinderdorfes
.5 Dra. Junette Joseph, Ärztin und Mitbetreuerin der Kinder von Pastor Joseph
.6 und 7 Basmat und Alvin Jeanbaptiste, technische Einrichtungen, Strom, Wasser, Geräte
.8 Mme Vousèle, Leiterin der Nachtruhe und des Nachtgebets (lapriere)
Diese Bilder aus La Saline belegen sehr deutlich, dass die Kloaken in der Strasse des Armenviertels La Saline am Hafen von Port au Prince wahre Brutstätten für die Cholera sind. Und direkt daneben wird die schmutzige Wäsche gewaschen und es wird gelebt und geliebt und es werden Kinder gezeugt. Ich will den Menschen Arbeit und Essen geben, aber die Arme erlahmen, wenn keiner mitzieht. Die zentrale Essensküche ist leer. Die Familienstiftung, die mir den Anfang leicht gemacht hat, hat jetzt bessere Ziele als diese Kloake in La Saline, dem Armenviertel am Hafen von Port au Prince.
Dass auch die Dom.Rep. nicht von der Cholera verschont bleibt, war abzusehen, denn der intensive Grenzverkehr besonders in Dajabon und Jimani, wurde weiter aufrecht erhalten. Immerhin haben beide Nachbarn auf Hispaniola ihren jeweils grössten Handelspartner im Nachbarland. So kam denn auch die Einschleppung der Cholera in die Dom.Rep. von Reisenden aus Haiti. Durch Isolierung der einzelnen Cholerafälle gelang es, den grössten Teil des Landes von der Cholera zu verschonen, insbesondere entlang der Ferienzentren. Dass die Häufigkeit auf dominikanischer Seite in der Artibonite-Niederung am grössten ist, verwundert natürlich nicht, denn es gibt ja hier nur eine 'grüne Grenze' ohne trennende Befestigungen. So kam es denn auch, dass die Nervosität auf dominikanischer Seite im Januar und Februar 2011 immer grösser wurde, was in der nahen Grossstadt Santiago, aber auch in anderen Landesteilen, schliesslich zu Ausschreitungen gegenüber haitianischen Bürgern als Verursacher der Cholera in der Dom.Rep. führte.
Polizei und Armee des Landes nutzten die Gelegenheit, in eng von Haitianern bewohnten Gegenden, regelrechte Razzien durchzuführen und haitianische Staatsbürger ohne gültige Ausweispapiere sofort auszuweisen. Dass diese Menschen nach dem Erdbeben und aus Angst vor der Cholera über die grüne Grenze ins rettende Nachbarland geflüchtet waren, galt nicht als Aufenthaltsgrund. Dass die ohnehin durch das Erdbeben vom 12. Januar 2010 und durch den folgenden Hurrikan stark gebeutelten Nachbarn selbst unter der Einschleppung der Cholera durch nepalesische UN-Soldaten zu leiden haben, fand dabei keine Gnade. Humanitäre Regeln wurden dabei offensichtlich missachtet, weshalb es auch zur Intervention der Vereinten Nationen kam. Danach wurden keine Razzien mehr durchgeführt.![]() |
| Dorfbach, besser Kloake,von La Saline |
Die Cholera hatte jetzt auch La Saline im Griff. Die Epidemie griff um sich und wie Mama Jeanbaptiste mitteilte, hatten wir die ersten Todesfälle auch hier in La Saline. Unser Kampf gegen die Cholera hatte absolute Priorität.
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| Dra Junette im Gespräch mit Raymonde Jeanbaptiste |
Samstag, 12. Februar 2022
Mama Madou sagt `Danke`
Dienstag, 16. November 2021
Carola hat die Leitung übernommen
Mit meiner Parkinson-Erkrankung wird das Leben immer beschwerlicher, sodass ich mich entschlossen habe, die Leitung meines Hilfswerks `Haiti Cherie` an Carola zu übergeben. Das Hilfswerk begann 2010 mit dem Erdbeben in Haiti im Slum `La Saline` am Hafen von Port au Prince. Hier eine kleine Kostprobe von meiner 4.Hilfsfahrt im April 2010.
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Freitag, 5. November 2021
Unterstützung der Wohngemeinschaft
Die Insel Hispaniola ist geteilt in Haiti im Westen und die Dominikanische Republik im Osten. Die gesamte Insel liegt im Erdbebengebiet. Das letzte Erdbeben in Haiti war im Januar 2010. Das letzte Erdbeben in Las Terrenas in der Dom.Rep. war im Jahre 1946. Jedes Jahr wird die Insel durch mehrere Hurricans heimgesucht.
Donnerstag, 19. März 2020
Ein Blick zurück . . .
Die liebenswerten dunkelhäutigen, vor allem haitianische Menschen, die ich in den 12 Jahren auf der Karibikinsel Hispaniola kennengelernt habe, sie leben weiter in meinem Herzen. Ich muss gestehen, es geht mir nahe, dass es mir nur möglich war, ihnen nach dem grossen Erdbeben vom Januar 2010 Erste Hilfe zu leisten und ich keine Möglichkeit hatte, ihnen nachhaltig und beim Wiederaufbau im Slum La Saline am Hafen von Port au Prince weiter zu helfen. Ich habe grosse Mühe, es emotional zu verkraften, dass ich die Kinder im Steingarten von Pastor Joseph ihrem Schicksal überlassen musste, weil meine finanziellen Mittel erschöpft waren.
Meine haitianische Wohngemeinschaft `Haiti Cherie` in Las Terrenas bestand hingegen weiter und besteht noch heute. Ich habe sie mit meiner AHV-Rente und gelegentlichen Beratungshonoraren finanziert, weil Hilfsgelder nach dem Erdbeben 2010 ausgeblieben sind. Das Mietshaus von Pastor Pasqual liegt an der Calle Carmen gegenüber der Farmacia Nayarit. Die Chefin ist Mama Madou, welche schon in meiner Erdbeben-Hilfsgruppe die Suppenküche geleitet hat und hier grad bei der Essenausgabe in La Saline zu sehen ist (blaues T-Shirt).
Ich selbst musste aus gesundheitlichen Gründen die Dominikanische Republik im Oktober 2019 notfallmässig verlassen und in meine Heimatstadt Zürich zurückkehren. Es würde mich freuen, wenn ich die Leitung dieser Wohngemeinschaft in andere treue Hände legen könnte, weil meine Gesundheit es wohl nicht mehr lange zulassen wird. In Las Terrenas war ich bestens nur bekannt als Hajo mit der Pasola, weil ich immer mit dem Motorroller unterwegs war.
Sonntag, 22. Dezember 2019
Rückkehr in meine Heimatstadt Zürich
Das friedlose Geschehen in Haiti nach dem grossen Erdbeben vom Januar 2010 hatte ich von Las Terrenas in der Dom.Rep. aus ohnehin nur noch aus der Ferne (500km entfernt) beachtet. Die Betreuung meiner haitianischen Wohngemeinschaft in Las Terrenas liegt mir jedoch nach wie vor am Herzen. Und so setze ich die Erlöse meiner astrologischen Beratungen nach wie vor für diese Unterstützung haitianischer Menschen ein.
Die haitianische Wohngmeinschaft besteht jetzt aus Mama Madou, der Leiterin der Suppenküche von meinem ehemaligen Erdbeben-Hilfsprojekt in La Saline und ihrem Sohn Alvin Jeanbaptiste, dem Leiter meines Hilfsprojektes, seiner Frau Ingreed und ihren zwei Kindern. Dann sind da noch die drei Kinder Steki, Chichi und Susanna, deren Mutter sich anderweitig verdünnisiert hat, also insgesamt acht Personen, die alle mit dem Einkommen von Alvin auskommen müssen, der 10`000 Pesos im Monat verdient (180 Euro).
Die Lebenshaltungskosten in Las Terrenas liegen nicht weit unterhalb der europäischen Kosten. Der Umrechnunskurs für 1 Euro ist z.Zt. 60 Peso. 1 Liter Milch kostet 42 Peso, 1kg Kartoffeln 60 Peso, 1kg Reis 55 Peso, 1 Ei 5 Peso, 1kg Brot 100 Peso, 1 Gallone Trinkwasser 40 Peso. Die Wohnungsmiete ist jetzt 10`000 Peso und die Stromkosten sind 1`500 Peso im Monat.
Ohne meine Unterstützung könnte die Familie nur schwer überleben. Ich muss mir immer wieder von europäischen Freunden den Spruch anhören, andere Haitianer leben doch auch, warum meinst du also diese Menschen unterstützen zu müssen? - - - Ich muss ehrlich sagen, ich habe darauf keine Antwort. Aber ich kann nur da helfen, wo mein Fussabdruck ist, und das ist in meiner Wohngemeinschaft in Las Terrenas.
















