Hans Joachim Badzong beschreibt sein Haiti-Engagement nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010. Hieraus wurde mit Unterstützung von Freundinnen und Freunden eine kleine engagierte Soforthilfegruppe. Nachdem die Erste Hilfe beendet ist, bleibt sein ganz persönliches Engagement für eine haitianische Wohngemeinschaft in Las Terrenas
Samstag, 12. Februar 2022
Mama Madou sagt `Danke`
Dienstag, 16. November 2021
Carola hat die Leitung übernommen
Mit meiner Parkinson-Erkrankung wird das Leben immer beschwerlicher, sodass ich mich entschlossen habe, die Leitung meines Hilfswerks `Haiti Cherie` an Carola zu übergeben. Das Hilfswerk begann 2010 mit dem Erdbeben in Haiti im Slum `La Saline` am Hafen von Port au Prince. Hier eine kleine Kostprobe von meiner 4.Hilfsfahrt im April 2010.
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Freitag, 5. November 2021
Unterstützung der Wohngemeinschaft
Die Insel Hispaniola ist geteilt in Haiti im Westen und die Dominikanische Republik im Osten. Die gesamte Insel liegt im Erdbebengebiet. Das letzte Erdbeben in Haiti war im Januar 2010. Das letzte Erdbeben in Las Terrenas in der Dom.Rep. war im Jahre 1946. Jedes Jahr wird die Insel durch mehrere Hurricans heimgesucht.
Donnerstag, 19. März 2020
Ein Blick zurück . . .
Die liebenswerten dunkelhäutigen, vor allem haitianische Menschen, die ich in den 12 Jahren auf der Karibikinsel Hispaniola kennengelernt habe, sie leben weiter in meinem Herzen. Ich muss gestehen, es geht mir nahe, dass es mir nur möglich war, ihnen nach dem grossen Erdbeben vom Januar 2010 Erste Hilfe zu leisten und ich keine Möglichkeit hatte, ihnen nachhaltig und beim Wiederaufbau im Slum La Saline am Hafen von Port au Prince weiter zu helfen. Ich habe grosse Mühe, es emotional zu verkraften, dass ich die Kinder im Steingarten von Pastor Joseph ihrem Schicksal überlassen musste, weil meine finanziellen Mittel erschöpft waren.
Meine haitianische Wohngemeinschaft `Haiti Cherie` in Las Terrenas bestand hingegen weiter und besteht noch heute. Ich habe sie mit meiner AHV-Rente und gelegentlichen Beratungshonoraren finanziert, weil Hilfsgelder nach dem Erdbeben 2010 ausgeblieben sind. Das Mietshaus von Pastor Pasqual liegt an der Calle Carmen gegenüber der Farmacia Nayarit. Die Chefin ist Mama Madou, welche schon in meiner Erdbeben-Hilfsgruppe die Suppenküche geleitet hat und hier grad bei der Essenausgabe in La Saline zu sehen ist (blaues T-Shirt).
Ich selbst musste aus gesundheitlichen Gründen die Dominikanische Republik im Oktober 2019 notfallmässig verlassen und in meine Heimatstadt Zürich zurückkehren. Es würde mich freuen, wenn ich die Leitung dieser Wohngemeinschaft in andere treue Hände legen könnte, weil meine Gesundheit es wohl nicht mehr lange zulassen wird. In Las Terrenas war ich bestens nur bekannt als Hajo mit der Pasola, weil ich immer mit dem Motorroller unterwegs war.
Sonntag, 22. Dezember 2019
Rückkehr in meine Heimatstadt Zürich
Das friedlose Geschehen in Haiti nach dem grossen Erdbeben vom Januar 2010 hatte ich von Las Terrenas in der Dom.Rep. aus ohnehin nur noch aus der Ferne (500km entfernt) beachtet. Die Betreuung meiner haitianischen Wohngemeinschaft in Las Terrenas liegt mir jedoch nach wie vor am Herzen. Und so setze ich die Erlöse meiner astrologischen Beratungen nach wie vor für diese Unterstützung haitianischer Menschen ein.
Die haitianische Wohngmeinschaft besteht jetzt aus Mama Madou, der Leiterin der Suppenküche von meinem ehemaligen Erdbeben-Hilfsprojekt in La Saline und ihrem Sohn Alvin Jeanbaptiste, dem Leiter meines Hilfsprojektes, seiner Frau Ingreed und ihren zwei Kindern. Dann sind da noch die drei Kinder Steki, Chichi und Susanna, deren Mutter sich anderweitig verdünnisiert hat, also insgesamt acht Personen, die alle mit dem Einkommen von Alvin auskommen müssen, der 10`000 Pesos im Monat verdient (180 Euro).
Die Lebenshaltungskosten in Las Terrenas liegen nicht weit unterhalb der europäischen Kosten. Der Umrechnunskurs für 1 Euro ist z.Zt. 60 Peso. 1 Liter Milch kostet 42 Peso, 1kg Kartoffeln 60 Peso, 1kg Reis 55 Peso, 1 Ei 5 Peso, 1kg Brot 100 Peso, 1 Gallone Trinkwasser 40 Peso. Die Wohnungsmiete ist jetzt 10`000 Peso und die Stromkosten sind 1`500 Peso im Monat.
Ohne meine Unterstützung könnte die Familie nur schwer überleben. Ich muss mir immer wieder von europäischen Freunden den Spruch anhören, andere Haitianer leben doch auch, warum meinst du also diese Menschen unterstützen zu müssen? - - - Ich muss ehrlich sagen, ich habe darauf keine Antwort. Aber ich kann nur da helfen, wo mein Fussabdruck ist, und das ist in meiner Wohngemeinschaft in Las Terrenas.
Donnerstag, 18. Juli 2019
Was ist aus meiner Haiti-Hilfe geworden?
Die Hilfstruppe vor Ort in Port au Prince
Die Hilfsgruppe bestand aus meiner Koordinatorin Raymonde, die die Einsatzleitung koordinierte, meinem Adjutanten Jodny, der vor Ort für das reibungslose Funktionieren sorgte, der Ärztin Dra.Junette, die die aktuelle Soforthilfe vor Ort leistete, dem Pastor Joseph, der sofort ein Kinderdorf für obdachlose Kinder einrichtete, der Suppenküchenleitung Mama Theana und Jean Baptiste, die innerhalb von 1 Tag eine Suppenküche organisierten und einem Schlosser, der für die notwendigen Installationen sorgte.
Ohne diese freiwillige Hilfstruppe, deren Mitglieder ohne irgend ein Entgelt geholfen haben, wäre es mir unmöglich gewesen, den gesamten Einsatz zu koordinieren und zu leisten. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für die Mitarbeit und ich hatte mich daher entschlossen, nach Beendigung der Hilfeleistung vor Ort in Las Terrenas eine Wohngemeinschaft für die Familie Jean Baptiste einzurichten, in der die mittel- und arbeitslosen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von mir weiter unterstützt werden. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leben noch heute im Jahre 2019 Raymonde Jean Baptiste und ihre Kinder, Mama Theana und eine Haushaltshilfe in dieser Wohngemeinschaft.
Sonntag, 2. März 2014
Mein Hilfsprojekt 'Hilfe für La Saline'
Ganz unmittelbar nach dem grossen Erdbeben vom 12. Januar 2010 habe ich in Haiti im Slum La Saline am Hafen von Port au Prince ad hoc eine persönliche Hilfsgruppe Hilfe für La Saline auf die Beine gestellt. Mit Unterstützung von Schweizer Freunden konnten wir Erste Hilfe in Form von Nahrung und medizinische Unterstützung leisten, eine Suppenküche einrichten, Strassen und Plätze mit Schutzblachen gegen Regen und Sonne überspannen, einen Stromgenerator installieren und ein Kinderdorf einrichten. Ich hatte vor Ort für alles qualifiziertes Fachpersonal, das unsere Hilfe in die Realität umgesetzt hat.
Eine Schweizer Frauengruppe hat mir dann ihre Hilfszusage gegeben und über mehrere Monate hinweg mit Direktspenden an das Kinderdorf geholfen. Leider hat diese Gruppe dann versagt und ihre Zusage für die weitere Kinderhilfe nicht eingehalten. Die Hintergründe sind mir nicht bekannt.
Ich
selbst bin immer wieder nach Haiti gefahren und habe mich bemüht, alle
Teile meiner kleinen Hilfsgruppe unter Kontrolle zu halten. Als dann die
Hilfen immer geringer wurden, konnte ich die Reisen nicht mehr
finanzieren. Und ohne Kontrolle versickert jede Hilfe im Sand der
Hungers und der Not. Die Soforthilfe konnte ordnungsgemäss beendet
werden. Das Kinderdorf musste ich leider aufgeben, was mich
ausserordentlich schmerzt.Auch die Kinder-Patenschaften liessen sich aus der Ferne nicht mehr halten und mussten ebenfalls aufgegeben werden.
Heute liegt der Kern meines Engagements, wie in diesem Blog beschrieben, in einer haitianischen Wohngemeinschaft in Las Terrena in der Dom.Rep., die ich ganz persönlich finanziere. Doch auch hier muss die erforderliche Kontrolle sehr eng gehalten werden, weil die notwendigen finanziellen Hilfen immer wieder in Hunger- und Notkanälen verschwinden. Diese Hilfe werde ich auch weiter beibehalten, als meinen Tribut an die Not der Menschen in Haiti, die nach wie vor besteht.


